WESTLICHE MEDITATION

DIE WISSENSCHAFT DER MEDITATION

»IM WESTEN GIBT ES BIS HEUTE KEINE BEWUSSTSEINSERWEITERNDE MEDITATIONSTECHNIK!«

»Dazu muss das „ungeteilte gedankenfreie Bewusstsein“ wissenschaftlich erforscht und verstanden werden«.

Wir haben im Westen bis heute noch keine eigene Meditationstechnik hervorgebracht. Das liegt zum grössten Teil daran, dass wir ohne entsprechende kulturell verankerte Praxis auch kein Verständnis und keine Sprache dafür entwickeln können, welche in der Lage ist, die nicht materiell fassbaren Bereiche dieser Disziplin, insbesondere das „ungeteilte gedankenfreie Bewusstsein“ (luzides Bewusstsein) zu bezeichnen und zu bewerten, welches klar vom denkenden Bewusstsein zu unterscheiden ist. Es gibt keine westliche Meditationstechnik die den östlichen Methoden in Tiefe und Verwandlungskraft gleichkommt.

Wir müssen unsere konsumistische Haltung aufgeben, wenn wir Meditation verstehen wollen. In der westlichen Gesellschaft ist die spirituelle Dimension durch die Dominanz von Kapitalismus und Konsumwirtschaft stark in den Hintergrund gerückt. Deshalb braucht es aussergewöhnliche und entschiedene Anstrengungen, gesamtgesellschaftlich und individuell die nötige Disziplin aufzubringen, um echte spirituelle Fortschritte zu erreichen. Die Hinwendung zur Spiritualität am Anfang des 20. Jahrhunderts, mit dem ersten „New Age“ von den Theosophen initiiert, hat sich heute eher zu einer Konsumware oder Dienstleistung im Wellnessbereich entwickelt und ist damit im Aufbruch stecken geblieben und grösstenteils wieder zum Materialismus zurückgekehrt. Das kann nicht der Sinn unserer Suche nach Wissen und Gewissheit sein.

Es ist erstaunlich, was bei uns alles unter dem Titel „Meditation“ angeboten wird. Selbstverständlich gibt es für alle Lehren aus dem Osten genügend Niederlassungen im Westen: Kriya Yoga, Hinduismus, Hare Krishna, Kung Fu, Tibetisches Tantra, Tao Yoga, Chan-Buddhismus, und nicht zuletzt Zen-Buddhismus. Ihre Lehrer und Gurus bieten uns Östliche Meditationstechniken zur traditionellen Nachfolge an. Selbst die asiatischen Kampfsportarten die auch bei uns grosse Verbreitung gefunden haben, beziehen ihre Philosophie aus dem Wissen und der Anwendung der jeweiligen Meditations-Tradition ihrer Herkunft. Sie alle haben ihre eigene tiefgreifende Meditationstechnik entwickelt, die den ganzen Menschen verwandelt und ganz werden lässt. 

Die Neurowissenschaften, Hirnforschung mit Medizin und Biologie, bieten wenig Hilfestellung, um die Meditation zu erforschen. Sie können zwar durch Messresultate bei Langzeitmeditierenden die Auswirkung auf den materiellen Körper belegen. Der feinstoffliche Körper lässt sich von der Kirlianfotografie herleiten, ist aber damit für die medizinische Forschung noch nicht erwiesen. Beim subtilen Geist wird es noch schwieriger. Wir können Hirnströme in ihrer Qualität messen, und damit Wachheits- und Entspannungszustände des Gehirns belegen. Dennoch fehlt ein eindeutiger Beweis für ein vom grobstofflichen Körper unabhängiges Bewusstsein. Weiterführende Forschung in Zusammenarbeit mit den spirituellen Wissenschaften beginnt an diesem Punkt.

Im westlich naturwissenschaftlichen und psychoanalytischen Kontext besteht aber gerade in den Definitionen unserer Bewusstseinszustände und der Erforschung des «luziden Bewusstseins» weiterhin ein grosser Forschungsbedarf, damit eine eigene westliche Meditationskultur und Tradition entwickelt werden kann. Eine gute Basis sehe ich in den Interdisziplinären Kongressen zur Meditations- und Bewusstseinsforschung, die seit 2010 alle zwei Jahre in Berlin stattfinden. http://meditation-wissenschaft.org/

Ansätze zu einem tieferen Verständnis sind in den zahlreichen Übersetzungen östlicher Texte des Sinologen Thomas Cleary zu finden und speziell in seiner Neuübersetzung (aus dem chinesischen Original auf Englisch) der klassischen Meditationsanleitung des Taoismus »The Secret of The Golden Flower« und dessen deutscher Übertragung  »Das Geheimnis der Goldenen Blüte«. Auch in den Erklärungen desselben Grundtextes durch Jürgen Scheibe (zum kostenlosen download) auf http://www.ottonamenlos.de/ finden sich viele weitere hilfreiche Ergänzungen.

Ein weiterer Ansatz liegt im Begreifen dessen, was der Schweizer Sinologe Jean François Billeter in seinen ‚Vier Vorlesungen über das Zhuangzi‘ – „Das Wirken in den Dingen“ als wichtige «Unterscheidung der beiden unterschiedlichen Formen unseres Bewusstseins» mit dem Satz definiert: „Wenn man wahrnimmt, spricht man nicht, wenn man spricht, nimmt man nicht wahr“ und mit dem Zitat von Valery  „Was ich denke, stört das, was ich sehe – und umgekehrt“ und der gleichen Feststellung  von Wittgenstein „Während ich einen Gegenstand sehe, kann ich ihn mir nicht vorstellen“ vergleicht. Die ganzheitliche Wahrnehmung entspricht dem luziden Geist im Gegensatz zum Denkprinzip des mentalen Geistes.

Das Ziel der menschlichen Vervollkommnung ist seit der Renaissance in Verruf geraten und im Westen nicht mehr weiterverfolgt worden. Sigmund Freud, C.G. Jung und viele andere Geistesgrössen haben im letzten Jahrhundert neue Grundlagen geschaffen, damit auch wir im Westen eine ebenso umfassende Ganzwerdung, Jung nannte es »Individuation«, weiterentwickeln können, wie sie der ferne Osten seit mehr als zweitausend Jahren kennt. Der bekannte chilenische Neurobiologe »Francisco J. Varela« hat als führende Figur auf dem Gebiet der Kognitionswissenschaft, zusammen mit S.H. dem Dalai Lama eine interdisziplinäre Zusammenarbeit »Mind and Life« begründet, die den ausstehenden Dialog zwischen Ost und West in der Bewusstseinsforschung begonnen hat. Ein Schwerpunkt von Varelas Arbeit war es, eine Brücke als Verbindung zwischen den Erkenntnissen des Geistes in der Wissenschaft und den Erkenntnissen des Geistes in der Erfahrung zu schaffen. Er untersuchte im Austausch mit den östlichen Mönchen und Meistern auch die Bewusstseinszustände im Schlaf und im luziden Traum.

Die Tibetische Bön-Tradition nimmt in ihrer Tradition den Luziden Traum (Klartraum) als Ausgangspunkt für ihre Methode der Meditation und trainiert mit ihm das Bewusstsein für eine Wahrnehmung, die Alltagsbewusstsein, Schlaftraum und luziden Traum zu vereinen sucht. Dies ist ein weiterer Ansatz der auch im Westen durch Arnold Mindell und seine Arbeit mit den Aborigines in seinem Werk „24 Stunden luzid träumen“ eine starke Resonanz gefunden hat. 

Hintergrund dieser Webseiten ist mein Bemühen, die klassischen Überlieferungen in verständliche zeitgemässe Anweisungen umzugestalten um jedermann zu ermöglichen, sich selber zu einem spirituellen und ganzheitlichen Menschen zu entwickeln. Da gibt es kein Geheimnis, die meisten Weisheiten sind schon lange bekannt. Unsere Adaptionsversuche sind aber bisher an den kulturellen und sprachlichen Schwierigkeiten gescheitert. Diese Meditationsmethoden können nur in einem entsprechenden kulturellen Kontext verstanden und erfolgreich praktiziert werden. 

Aus diesen Gründen sehe ich mich verpflichtet mit meinem »Lehrgang«, unter Einbezug der alten Traditionen des Ostens, eine neue „Westliche Meditationstechnik“ mitzugestalten, die uns ermöglicht unseren eigenen Weg zu gehen, den wir mit unseren westlichen Geistes-Qualitäten ergänzen und weiterentwickeln, und als „Westliche Meditationsmethode“ zu unserem eigenen Meisterstück im Westen gestalten und vollenden müssen. Da ich dafür bisher keinen passenderen Namen gefunden habe, scheint es mir legitim, diese Technik nach dem alten Handbuch für Meditation als »Meditation der Goldene Blüte« anzubieten, weil dieser Name als Bild die Kriterien einer erfolgreichen Meditation präzise illustriert.

Zu jeder geistigen Erfahrung und Entwicklung gehören Fleiss, Ausdauer, Geduld, Disziplin und Anstrengung. Selbst beim Konsum von bewusstseinserweiternden Drogen (seit Urzeiten von Menschen verwendet, um in Kontakt mit Gott zu kommen), ist spirituelle Ausrichtung und konsequente psychische Vorbereitung, die notwendige Voraussetzung für gewinnbringende, aufbauende und schöne Erfahrungen. Es ist deshalb selbstverständlich, dass das Erlernen der Meditation eine Verpflichtung und Entscheidung für ein Geistesleben mit spiritueller Qualität voraussetzt.

☞ Bitte benützen Sie meine Webseiten wie ein Lexikon oder ein Buch als Informationsquelle !

Lassen Sie sich von der Informationsfülle nicht abhalten, mit mir in »Kontakt« zu treten, und im persönlichen Austausch zu sehen, wieweit und in welcher Form Sie an diesem Vorhaben oder an meinem »Lehrgang« teilnehmen möchten. Einfachheit kann schwieriger sein als Kompliziertheit. Komplexität in »Einfachheit« verwandelt, kann jedoch Berge versetzen.

Ich möchte Sie hiermit herzlich dazu einladen, mit mir in »Verbindung« zu treten, unabhängig von Tradition und Religion zu der Sie sich zugehörig fühlen. Die klassische Meditation als neutrale Technik und Methode, führt bei jedem Menschen zu einer vertieften Erkenntnis seiner eigenen Herkunft und Göttlichkeit, und fördert somit den Frieden und die Harmonie aller Lebewesen.

Ich freue mich über jede Begegnung und Anregung, und stelle Ihnen meine Zeit gerne zur Verfügung.
Peter Todesco
petertodesco@icloud.com

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